Das NLK

17. Norddeutsches Linguistisches Kolloquium

Die Universität Hamburg und das Institut für Anglistik und Amerikanistik sind Gastgeber des 17. Norddeutschen Linguistischen Kolloquiums, das vom 31. März bis zum 2. April 2016 in den Räumen des Warburg-Hauses stattfinden wird. Insofern die Finanzierung sicher gestellt ist, wird beabsichtigt, einen Sammelband mit den Aufsätzen zu den zehn besten Vorträgen im Anschluss an die Konferenz zu veröffentlichen.

Organisation und Vortragsturnus

Das NLK findet an zwei Tagen statt, an denen in jeweils drei Hauptsektionen 15-minütige Vorträge mit sich anschließender 5-minütiger Diskussion vorgesehen sind. Insgesamt bleiben jedem Redner damit 20 Minuten, wobei drei Vorträge in einem Block von 60 Minuten zusammengefasst werden können, falls sie methodisch und/ oder inhaltlich zusammenhängen. Dieser Zeitrahmen und Ablaufplan ist als vorläufig zu betrachten und kann bei Bedarf Änderungen unterliegen.

Explizite Ziele des 17. NLK

Das 17. NLK steht in einer Tradition der regionalen Nachwuchsförderung und hat sich in diesem Zusammenhang auf folgende Zielsetzung verständigt:

  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, d.h. insbesondere die Förderung von Jungwissenschaftlern und Studierenden;
  • Vorstellung neuester linguistischer Erkenntnisse und Methoden im Bereich der Erforschung von Sprache in einem öffentlichen Rahmen; insbesondere die Ein- und Anbindung eines interessierten Laienpublikums und interessierter Studierender an aktuelle Forschung und ihre Ergebnisse;
  • Förderung und Ermöglichung eines fächerübergreifenden wissenschaftlichen Dialogs;
  • Förderung insbesondere des regionalen Wissenschaftsnachwuchses;
  • Schnittstellenbildung zwischen Öffentlichkeit, d.h. im weitesten Sinne Gesellschaft, und Wissenschaftsbetrieb.

Geschichte und Grundriss des NLK

Das Norddeutsche Linguistische Kolloquium fand in seiner neuen Form erstmals 1989 in Bad Bederkesa statt und kann seitdem auf eine Geschichte des akademischen Austausches zurückblicken, die es insbesondere talentierten Studierenden und NachwuchswissenschaftlerInnen aus dem norddeutschen Raum ermöglichte, erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Betrieb zu sammeln.

Neben der direkten Nachwuchsförderung stellt es eine intellektuelle Plattform dar, die einen regen Diskurs zwischen anerkannten, renommierten Wissenschaftlern und dem ambitionierten Nachwuchs der Wissenschaftsgemeinde fördert und unterstützt.

Ein weiterer Eckpfeiler des Selbstverständnisses des NLK ist der Aspekt der öffentlichkeitswirksamen Verbreitung linguistischen Wissens. Das NLK war seit jeher Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit einerseits und linguistischem Wissenschaftsbetrieb andererseits. Neueste Erkenntnisse und methodische Neuerungen der Sprachforschung werden im Rahmen dieser Tagung für ein interessiertes Laienpublikum, für Wissenschaftler anderer Fachdisziplinen und für Studierende zugänglich gemacht. Das NLK ist somit nicht als ein rein fachinterner Austausch zwischen Linguisten, sondern als eine nach außen hin orientierte Veranstaltung konzipiert, die als gesellschaftlich-intellektuelles Forum der wissenschaftlichen Erforschung verschiedenster sprachlicher Aspekte und Phänomene dienen soll. Damit ist das NLK auch als Anregung von Kommunikation und Diskussion auch außerhalb der Wissenschaft selbst gedacht. Gäste sind demnach nicht nur gern gesehen, sondern geradezu Bedingung einer gelungenen Tagung.

Vor diesem Hintergrund ist es mehr als erfreulich, dass das 17. NLK vom 31. März bis 2. April 2016 zum zweiten Mal nach 2010 im Warburg-Haus in Hamburg-Eppendorf stattfinden wird. Mit dem Austragungsort Warburg-Haus konnte eine reizvolle Lokalität mit historischem Ambiente gefunden werden. Ermöglicht wurde dies durch großzügiges Entgegenkommen der Aby-Warburg Stiftung.